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Gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm für das Land Brandenburg

Der Werdegang

Die große Bandbreite, mit der Gleichstellungsaspekte die Lebenswirklichkeit von Frauen und Männern berühren, zeigt, dass Gleichstellungspolitik nur als Querschnittthema behandelt werden kann. Dem hat die Landesregierung Rechnung getragen, indem sie Ende 2009 die Erarbeitung eines Gleichstellungspolitischen Rahmenprogrammes im Koalitionsvertrag als einen Schwerpunkt der fünften Legislaturperiode beschlossen hat. Geschlechtergerechtigkeit wurde somit zur Chefsache erklärt.

2010 hat das für Frauen- und Gleichstellungspolitik zuständige Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie (MASF) in Zusammenarbeit mit allen Landesressorts ein umfassendes Gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm mit dazugehörigem Maßnahmenkatalog erarbeitet und den Landesaktionsplan zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder fortgeschrieben.

Das fertig gestellte Programm wurde anlässlich der Brandenburger Frauenwoche im März 2011 offiziell verkündet. Es entwickelt alltagstaugliche Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft und bündelt sie in einem Aktionsplan. Bei der Erarbeitung haben wir von Beginn an den Querschnittcharakter der Thematik bedacht und sind mit vielfältigen Partnerinnen und Partnern ins Gespräch gekommen, um deren Anregungen und Wünsche zu erfahren. So wurden neben zahlreichen Gesprächsrunden mit Vertreterinne und Vertretern der Ministerien der Landesregierung mögliche Inhalte des Rahmenprogrammes in Gesprächen, Workshops und Fachtagungen mit Interessensvertretungen und Verbänden diskutiert.

Begleitet wurde die Programmierung von einer Gruppe von Expertinnen und Experten, der unter anderen Vertreterinnen und Vertreter der Gleichstellungsbeauftragten der Hochschulen, des Diakonischen Werkes, des Frauenpolitischen Rats und der Staatskanzlei angehörten. In fünf Regionalkonferenzen wurden die Schwerpunkte des Gleichstellungsprogrammes insbesondere mit den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten erörtert.

Diese Gespräche mit Verantwortlichen vor Ort haben gezeigt, dass das Programm seine Ziele nur erreicht, wenn es an der Lebenswirklichkeit der Menschen im Land Brandenburg orientiert ist. So galt es zunächst, die gegenwärtige Situation zu analysieren und darauf aufbauend gemeinsame ressortübergreifende Ziele zu formulieren, die realistisch und operationalisierbar sind und die bei Brandenburger Frauen (und Männern) ankommen. Die Konzentration auf die vorliegenden neun gemeinsamen Ziele setzt Prioritäten und ermöglicht es, Kräfte zu bündeln für das Ziel, Geschlechtergerechtigkeit im Lebenslauf und in allen Lebensbereichen durchzusetzen.

Die gemeinsamen Ziele des Programmes

  • „Typisch Frau“ und „Typisch Mann“? – Rollenbilder verändern
  • Geschlechtergerechtigkeit in der Gesundheit
  • Chancengleichheit in Bildung, Ausbildung, Studium und Berufsübergang gewährleisten
  • Erwerbschancen für Frauen und Männer sichern
  • Arbeit, Familie und Freizeit neu in Balance bringen – für Frauen und Männer
  • Ausgewogene Beteiligung von Frauen und Männern an Entscheidungsprozessen und in   Führungspositionen in Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und im öffentlichen Leben fördern
  • Die Lebensqualität in ländlichen Räumen verbessern
  • Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder bekämpfen
  • Erfolg durch Kooperationen und Netzwerke

Ich möchte dazu beitragen, das Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm weiterhin mit Leben zu erfüllen – es zu den Menschen zu bringen und konkrete Projekte zu entwickeln. Das Dach hierfür ist die Gleichstellungsinitiative. Hier sind die Ideen aller Akteurinnen und Akteure der Zivilgesellschaft gefragt.

Als Landesgleichstellungsbeauftragte ist es mir wichtig, den erfolgreich begonnenen Dialog fortzusetzen. Deshalb werde ich regelmäßig in Kooperation mit den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten vor Ort zu Regionalgesprächen einladen. In den Gesprächen möchte ich mit den Anwesenden diskutieren, welche inhaltlichen Problemstellungen und Ziele für ihre Region relevant sind. Ich möchte ihnen darstellen, welche Vorhaben für mich als Landesgleichstellungsbeauftragte Priorität haben und zur Teilhabe an der Gleichstellungsinitiative anregen.

 

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