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Wohngeld

Was ist Wohngeld?

Wohngeld dient der wirtschaftlichen Sicherung angemessenen und familiengerechten Wohnens. Es ist ein staatlicher Zuschuss zu den Kosten, die für selbst genutzten Wohnraum aufzubringen sind, und wird als

  • Mietzuschuss für Mieter einer Wohnung oder eines Zimmers oder
  • Lastenzuschuss für Eigentümer eines Eigenheimes oder einer Eigentumswohnung gewährt.

Unerheblich für die Leistung des Zuschusses ist, ob der Wohnraum in einem Alt- oder Neubau liegt und ob er öffentlich gefördert, steuerbegünstigt oder frei finanziert worden ist. Voraussetzung für den Miet- oder Lastenzuschuss ist, dass die Wohnungsinhaberin/der Wohnungsinhaber den Wohnraum bewohnt und die Miete oder Belastung dafür aufbringt.

Wer hat Anspruch auf Wohngeld?

Grundsätzlich besteht ein Rechtsanspruch auf Wohngeld, wenn Sie zum Kreis der Berechtigten gehören. Wohngeld können Sie aber nur erhalten, wenn Sie einen Antrag bei Ihrer örtlich zuständigen Wohngeldbehörde stellen und die notwendigen Voraussetzungen nachweisen. Wohngeld wird in der Regel vom Beginn des Monats an gezahlt, in welchem der Antrag bei der Wohngeldbehörde eingegangen ist. Auf Ihren Wohngeldantrag erteilt Ihnen die für Sie zuständige Behörde einen schriftlichen Bescheid.

Wer ist vom Wohngeld ausgeschlossen?

Empfänger bestimmter anderer Sozialleistungen (Arbeitslosengeld II, Sozialgeld oder Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung) sowie die Mitglieder ihrer Bedarfsgemeinschaft sind vom Wohngeld ausgeschlossen, wenn bei der Berechnung dieser Leistung die Kosten der Unterkunft berücksichtigt wurden. Ergibt sich bei der Berechnung einer Transferleistung (z. B. Arbeitslosengeld II) ein nur geringer Leistungsanspruch, wird geprüft, ob der Bedarf zum Lebensunterhalt durch eigene Einnahmen plus Wohngeld und gegebenenfalls Kinderzuschlag gedeckt werden kann. Ist das der Fall, wird vorrangig Wohngeld gezahlt.

Nähere Informationen erhalten Sie bei Bedarf in den Wohngeld- bzw. jeweiligen Transferleistungsbehörden. Die Adresse Ihrer örtlich zuständigen Wohngeldbehörde erfahren Sie bei der Verwaltung Ihres Landkreises.

Weiterhin nicht antragsberechtigt sind alleinstehende Wehrpflichtige für die Dauer des Grundwehrdienstes, es sei denn, die Mietbeihilfe nach Paragraf 7a Unterhaltssicherungsgesetz ist abgelehnt worden. Auch Studierende und Auszubildende, denen selbst und allen Haushaltsmitgliedern Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) oder nach dem Sozialgesetzbuch Drittes Buch (Paragraf 56, 116 Absatz 3 oder Paragraf 122 SGB III) dem Grunde nach zustehen, haben in der Regel keinen Anspruch auf Wohngeld. Der Unterkunftsbedarf wird hier ebenfalls im Rahmen der jeweilig angewandten Leistungsgesetze berücksichtigt, wenn die Voraussetzungen dafür vorliegen. Werden die genannten Leistungen ausschließlich als Darlehen gewährt, kann Wohngeld beantragt werden.

Wie hoch ist das Wohngeld?

Ob und in welcher Höhe Sie Wohngeld beanspruchen können, ist abhängig von

  • der Zahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder,
  • der Höhe des Gesamteinkommens,
  • der Höhe der zu berücksichtigenden Miete oder Belastung.

Bei der Ermittlung des Gesamteinkommens der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder werden für die Zahlung von Steuern vom Einkommen, von Beiträgen zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung und von Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung pauschale Abzüge von jeweils zehn Prozent gewährt. Auch werden für besondere Personengruppen (z. B. Schwerbehinderte, zu Unterhaltsleistungen Verpflichtete, Alleinerziehende mit Kindern unter 12 Jahren) unter bestimmten Voraussetzungen Frei- und Abzugsbeträge berücksichtigt. Kinderbetreuungskosten können ebenfalls berücksichtigt werden.

Die Miete bzw. Belastung wird bis zu einem bestimmten Höchstbetrag berücksichtigt, da Wohngeld für unangemessen hohe Wohnkosten nicht gezahlt wird. Der Höchstbetrag richtet sich nach der Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder in der jeweiligen Mietenstufe, die für jede Gemeinde festgelegt ist. Nähere Informationen zur Einordnung Ihrer Gemeinde in eine Mietenstufe erhalten Sie unter: www.mil.brandenburg.de] oder bei Ihrer zuständigen Wohngeldbehörde.

Da Sie alle im Wohngeldantrag geforderten Angaben nachweisen müssen, sollten Sie zur Antragstellung die entsprechenden Belege wie Mietvertrag, Einkommensunterlagen (Lohn-, Gehalts- oder Vergütungsnachweise, Rentenbescheide, Steuerbescheide), Schwerbehindertennachweis, Unterhaltsfestsetzungen, Nachweise zur Zahlung von Kinderbetreuungskosten u. Ä. mitbringen.

Bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der für Ihren Wohnort zuständigen Wohngeldbehörde können Sie sich über alle weiteren, mit der Wohngeldermittlung zusammenhängenden Fragen beraten lassen bzw. sich im Internet unter www.mil.brandenburg.de] informieren. Dort steht für Sie auch ein kostenloser Wohngeldrechner zur Verfügung, mit dem Sie eine unverbindliche Probeberechnung durchführen können. Die aktuellen Formulare des Landes Brandenburg für die Beantragung von Wohngeld finden Sie ebenfalls auf der Internetseite des MIL.

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