29.07.2010Arbeitsmarktzahlen für Juli 2010: Beste Juli-Arbeitslosenquote seit 1991 | 098/2010
Die Arbeitslosenquote in Brandenburg ist im Vergleich zum Vormonat leicht angestiegen: Im Juli betrug sie 10,7 Prozent, 0,1 Punkte mehr als im Juni, aber 1,4 Punkte weniger als im Juli 2009. „Vor allem der saisonbedingte Zuwachs an jugendlichen Arbeitslosen ist für den leichten Anstieg verantwortlich. Wie jedes Jahr melden sich etliche Jugendliche nach dem Ende ihrer Ausbildung arbeitslos. Erfreulich ist, das dies die niedrigste Juli-Arbeitslosenquote seit 1991 ist“, sagte Arbeitsstaatssekretär Prof. Dr. Wolfgang Schroeder anlässlich der heute bekannt gegebenen Daten in Potsdam. In Brandenburg waren insgesamt 143.259 Arbeitslose gemeldet, 827 mehr als im Vormonat, aber 18.874 weniger als vor einem Jahr.
Schroeder wies darauf hin, dass viele Jugendliche nicht wirklich arbeitssuchend seien, da sie sich Richtung Studium, Zivildienst oder Bundeswehr orientieren. Zudem würden viele Verantwortliche in Unternehmen Personalentscheidungen aufgrund der Urlaubszeit verschieben. Schroeder: „Ich bin zuversichtlich, dass sich der positive Trend der letzten Monate fortsetzen kann. Die Lage auf dem brandenburgischen Arbeitsmarkt ist weiterhin gut.“ Von Februar (13,0%) bis Juni (10,6%) ist die Arbeitslosenquote stetig gesunken. Angesichts des immer größer werdenden Fachkräftemangels ermunterte Schroeder die Unternehmen, jetzt zuzugreifen: „Stellen Sie Jugendliche, die ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, ein. Geben Sie ihnen eine Chance auf einen gelungen Berufseinstieg.“ Schon in wenigen Jahren würden Betriebe händeringend nach Nachwuchskräften suchen.
Die Zahl der Arbeitslosen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren ist gegenüber dem Vormonat um 3.434 bzw. 24,2 Prozent auf 17.648 gestiegen. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen im Alter von 15 bis unter 20 Jahren betrug 2.686. Das waren 1.141 bzw. 73,9 Prozent mehr als im Vormonat. In Brandenburg sind von 10.884 gemeldeten Ausbildungsplätzen derzeit noch 3.914 unbesetzt. Insgesamt 5.923 Jugendliche suchen mit Hilfe der Agenturen noch nach einem Ausbildungsplatz. Schroeder: „Besonders erfreulich ist, dass die Zahl der älteren Arbeitslosen im Alter zwischen 50 und 65 Jahren um 1,5 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat gesunken ist.“



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