23.07.2010Netzwerk Gesunde Kinder
Günter Baaske: „Wir benötigen immer mehr Familienpaten“ | 096/2010
Brandenburg sucht neue Patinnen und Paten, die jungen Familien zur Seite stehen. Familienminister Günter Baaske sagte heute in Potsdam: "Das Netzwerk Gesunde Kinder wird immer weiter ausgebaut. Bereits 25 Standorte gibt es im ganzen Land. Für die weitere Entwicklung dieses wichtigen Familienprojektes benötigen wir mehr Familienpaten." Derzeit begleiten über 930 ehrenamtliche Patinnen und Paten etwa 3.000 junge Familien oder Schwangere in fast allen Regionen Brandenburgs.
Gesucht werden freundliche Menschen, die zuhören und mit den Familien gemeinsam Lösungswege finden können. Patinnen und Paten informieren über alle medizinischen und pädagogischen Einrichtungen, bauen Schwellenängste vor Behörden ab und fördern die Kompetenz der Mütter und Väter. Interessierte können sich direkt bei einem Netzwerk melden. Eine Übersicht aller Netzwerke gibt es im Internet unter service.brandenburg.de (Stichwort: Kinderbetreuung). Alle Paten werden vor und während ihrer Tätigkeit von Fachkräften geschult.
Baaske: "Früher haben junge Mütter und Väter von ihren Eltern und Großeltern alles über die Pflege und Versorgung der Babys gelernt. Mit den geänderten Familienstrukturen stehen sie heute oft alleine da und fühlen sich überfordert. Wie viele Stunden am Tag muss mein Baby schlafen, warum schreit es so oft, was muss es essen? Dinge, die eigentlich normal sind, wofür junge Eltern aber einen Ratgeber brauchen. Diese Aufgabe übernehmen die Paten." Die Arbeit der Paten werde in hohem Maße geschätzt. In Befragungen geben 95 Prozent der Mütter an, dass sie einer guten Freundin im Falle einer Schwangerschaft die "Netzwerke Gesunde Kinder" empfehlen würden.
"Netzwerke Gesunde Kinder" sind seit 2006 Teil einer Initiative der Landesregierung zur Förderung und Unterstützung von Familien mit Kindern bis zum dritten Lebensjahr. In regional strukturierten Netzwerken verbinden sich Kompetenz von Fachkräften und ehrenamtliches Engagement. Kinder- und Geburtskliniken, Ärzte, Hebammen, Jugendämter und freie Träger arbeiten eng mit gut vorbereiteten Patinnen und Paten zusammen. Gemeinsam belgeiten sie junge Familien und machen in einem persönlichen Rahmen auf gesundheitsfördernde und präventive Angebot vor Ort aufmerksam. Die Leistungen sind für die Familien kostenfrei.



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