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16.03.2010Soziale Arbeit für Langzeitarbeitslose – Tagung in Potsdam zu Öffentlicher Beschäftigung | 040/2010

Brandenburgs Arbeitsminister Günter Baaske unterstützt die gestern veröffentlichten Arbeitsmarkt-Vorschläge des SPD-Präsidiums. Baaske: „Jede Reform braucht ihre Weiterentwicklung, aber es bleibt beim Prinzip ´Fordern und Fördern`.“ Erfreut ist er, dass sich das Präsidium klar zu einem öffentlich finanzierten Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose bekennt. Baaske: „An einem solchen Konzept arbeiten wir derzeit in Brandenburg – es kann für andere Bundesländer zum Vorbild werden“.

Die Gespräche dazu u. a. mit dem Koalitionspartner, Kommunen und Agentur für Arbeit seien „konstruktiv verlaufen und weit gediehen“. Die Grundzüge dazu stellt Baaske am Montag (22. März) in Potsdam auf der Tagung „Gute Arbeit in öffentlich geförderter Beschäftigung“ der Friedrich-Ebert-Stiftung vor.

Das Brandenburger Arbeitsmarkt-Modell ´Arbeit für Brandenburg` sieht vor, dass in dieser Legislaturperiode etwa 8.000 Langzeitarbeitslose eine feste und existenzsichernde Beschäftigung bei Dörfern, Städten und Kreisen bekommen. Vorgesehen ist ein Stundenlohn von 7,50 Euro. Dabei wird insbesondere auf die guten Erfahrungen mit dem Kommunal-Kombi Bezug genommen, der derzeit etwa 4.100 Langzeitarbeitslosen in Brandenburg Arbeit gibt.

Vorstellbar sei der Einsatz zum Beispiel als Unterstützung in Kitas, Pflegeeinrichtungen oder Sportvereinen. Baaske: „Es geht ausschließlich um ergänzende und unterstützende Tätigkeit – kein Pfleger oder Kitaerzieherin soll damit ersetzt werden. Wir kümmern uns um die Menschen, damit sie wieder fit für den Arbeitsmarkt werden. Sinnvolle Beschäftigung ist für die Betroffenen und ihre Familien von größter Bedeutung.“

Baaske: „Das ist der richtige Weg, damit Langzeitarbeitslose wieder in Arbeit kommen und Anerkennung erhalten. Das rechnet sich für den Staat, hilft den Kommunen und ist im Interesse der Langzeitarbeitslosen.“ Nach den gestrigen Vorschlägen des SPD-Präsidiums sei jetzt die Bundesregierung am Zug, „um endlich ihr im Koalitionsvertrag angekündigtes Konzept zur ´Bürgerarbeit` inhaltlich vorzustellen.“

 

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