10.03.2010Neue Richtlinie: „Förderung für neue Existenzen unter einem Dach“ | 037/2010
Schnellere Wege zur Existenzgründung: Eine neue Richtlinie vereint alle bisherigen Vorgaben zur Förderung von Selbständigen. Sie wurde heute in Potsdam im Beirat des Brandenburgischen Instituts für Existenzgründung und Mittelstandsförderung (BIEM) vorgestellt. Arbeitsminister Günter Baaske: "Die neue Richtlinie ist das Dach zur Existenzförderung. Sie gibt deutlich mehr Übersicht, reduziert Bürokratie und ermöglicht schnellere Mittelvergabe." Sie gilt seit 1. März. Auf Basis der Richtlinie stehen bis 2013 zur Förderung von Existenzen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und vom Land rund 29 Mio. Euro zur Verfügung; etwa 7,5 Mio. Euro jährlich.
Die Richtlinie setzt die seit fast 10 Jahren bestehende Gründungsförderung des Arbeitsministeriums fort. Experten prüfen Idee und Konzept der Neugründungen, erarbeiten einen Fahrplan, bieten individuell zugeschnittene Begleitung und Qualifizierung. Baaske: "Bewährtes bleibt erhalten, Neues wird aufgegriffen. Wir wollen helfen, Brücken zu bauen – auch aus der Arbeitslosigkeit. Vor allem Frauen und junge Leute erhalten spezielle Hilfen."
In den Jahren 2007 und 2008 erfassten die Lotsendienste Brandenburgs fast 3.250 Gründungswillige. Knapp 2.000 von ihnen gründeten tatsächlich; was einer Quote von über 60 Prozent entspricht. Baaske: "Besonders erfreulich - darunter mehr als 900 Frauen, die den Schritt in die Selbständigkeit wagten."
In der kompakten Richtlinie sind die neuen "Gründungswerkstätten für junge Leute" aufgenommen; Frauen und bestimmte Zielgruppen erhalten weiterhin ein beratendes und begleitendes Coaching. Neben den regionalen "Lotsendiensten" berät ein landesweiter Lotsendienst für Migrantinnen und Migranten. Innovative Gründungen werden mit dem Beratungsangebot "Innovationen brauchen Mut" unterstützt. Die "Gründungsservices" an den Hochschulen werden stärker an den jeweiligen Lehrangeboten ausgerichtet. Für Fragen und Probleme der Unternehmensnachfolge gibt es ein ebenfalls landesweit etabliertes Beratungsangebot.
Mehr im Internet unter: www.lasa-brandenburg.de




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