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25.01.2010Fachkräftesicherung: Gute Löhne Voraussetzung | 010/2010

Gute Löhne sind eine zentrale Voraussetzung zur Fachkräftesicherung, so Brandenburgs Arbeitsminister Günter Baaske auf der heutigen Sitzung des ´Landesarbeitskreis für Fachkräftesicherung`. Baaske: „Wenn unsere Fachkräfte nicht ausreichend bezahlt werden, suchen Sie das Weite. Sie gehen nach Westdeutschland oder ins Ausland." In seiner Sitzung beschloss der seit Anfang 2006 bestehende Arbeitskreis auf Vorschlag von Baaske seine Umbenennung in ´Bündnis für Fachkräftesicherung´.

Er dankte den etwa 30 Mitgliedern „für ihre engagierte Arbeit im Interesse der Arbeitnehmer und der Brandenburger Wirtschaft." Der neue Name mache deutlich, „dass sich viele Partner gut zusammen gefunden haben, um im gemeinsamen Interesse für die Sicherung der Fachkräfte zu arbeiten".

Eine sächsische Untersuchung hätte gezeigt, dass etwa 80 Prozent der Menschen, die aus ihrer Heimat wegziehen, eine abgeschlossene Ausbildung hatten, rund 25 Prozent sogar einen Hochschulabschluss.

Von Brandenburgs Fachhochschulen und Unis kommen jährlich mehr als 6.000 Absolventen auf den Arbeitsmarkt, darunter etwa 2.100 Ingenieure, Mathematiker und Naturwissenschaftler. Baaske: „Obwohl es in Brandenburg viele Chancen gibt, verlassen zu viele unser Land nach der guten Ausbildung. Brandenburger, die ihre Heimat verlassen, aber auch Nicht-Brandenburger, die wir unbedingt für unsere Region gewinnen sollten."

Dafür seien neben besserer Bezahlung, Karriereförderung für Frauen und sozialer Infrastruktur eine am Bedarf der Unternehmen orientierte Qualifizierung von Arbeitslosen notwendig. Hier habe es bei den Agenturen für Arbeit in den vergangenen Jahren „deutliche Verbesserungen gegeben."

Baaske kündigte eine neue Studie an, die sich detailliert mit der Fachkräftesituation in der Gesamtregion der Länder Brandenburg und Berlin befasst. Er wird sie gemeinsam mit seiner Berliner Kollegin Carola Bluhm am 22. Februar in der Brandenburger Landesvertretung in Berlin vorstellen.

Dem Bündnis gehören unter Federführung des Arbeitsministeriums 5 Ressorts der Landesregierung sowie die Staatskanzlei, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, DGB, IG Bau, IG Metall, Unternehmensverbände Berlin und Brandenburg (UVB), Universitäten, Landkreistag, Schulämter, Lehrervertretung, Landeselternrat, Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit Berlin-Brandenburg und die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales an.

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