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Die Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg

Sabine Hübner, Gleichstellungsbeauftragte des Landes BrandenburgSabine Hübner, Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg  

„Ein Verstand, der die Füße in einem Sack von Vorurteilen stecken hat, der kann nicht nach dem Ziel laufen“ (Bettina von Arnim)

 

Liebe Brandenburgerinnen, liebe Brandenburger,

im Januar 2013 habe ich das Amt der Landesgleichstellungsbeauftragten übernommen und möchte nun diese Gelegenheit nutzen, um Ihnen die inhaltlichen Schwerpunkte und Ziele meiner Arbeit vorzustellen.

Frauen- und Gleichstellungspolitik ist ein Querschnittsthema, das alle Lebens- und Politikbereiche umfasst. In meinem neuen Amt setze ich auf Kontinuität und neue Akzente. Das heißt ich werde die Umsetzung des Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramms fortsetzen und dabei die Bereiche in den Vordergrund rücken, die mir persönlich besonders am Herzen liegen.

Ganz besonders brenne ich für den großen Themenkomplex Geschlechtergerechtigkeit am Arbeitsmarkt. Ich werde mich dafür einsetzen, die Situation von Mädchen und Frauen in Ausbildung und Beruf zu verbessern. Aus meiner langjährigen Erfahrung als Leiterin der Abteilung „Arbeit, Qualifikation und Fachkräfte“ weiß ich: Für den Wirtschaftsstandort Brandenburg wird es in der nächsten Zeit darauf ankommen, dass Arbeitgeber Frauen ihren Fähigkeiten gemäße Arbeitsangebote machen und ihnen Karriereperspektiven, Aufstiegsmöglichkeiten und Zugang zu Führungspositionen eröffnen. In Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels steuern wir sonst auf eine fatale Kompetenzlücke zu. Das gesellschaftliche Umdenken, wird nur gelingen, wenn Frauen ihre Interessen artikulieren, Kommunikationsnetze engmaschiger knüpfen und sich bietende Chancen nutzen.

Junge Frauen – und Männer – möchte ich ermutigen, ihre Lebens- und Berufsplanung im Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten zu starten und Träume und Pläne durch vielfältige Informationen realitätstauglich zu machen. Festgefügte Rollenzuschreibungen sind in allen Köpfen – ob weiblich oder männlich, ob jung oder alt. Ziel ist, dafür zu sensibilisieren und dadurch Geschlechterrollen aufzubrechen. Denn Schubladendenken begrenzt Entfaltungsspielräume. Solche Blockaden beiseite zu räumen, setzt verschüttete Potenziale und Kreativität frei, es fördert die individuelle Lebensgestaltung, steigert die Lebensqualität und stärkt den gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhalt.

Um die Gleichstellung der Geschlechter in Brandenburg weiter voran zu treiben, müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden. Das Landesgleichstellungsgesetz bedarf sechzehn Jahre nach seiner Verabschiedung der Novellierung; es ist die Kulisse, vor der der öffentliche Dienst in Brandenburg seiner gleichstellungspolitischen Vorbildfunktion gerecht werden soll.

Mit dem Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm für Brandenburg 2011-2014 wurde ein umfangreiches Handlungsprogramm auf den Weg gebracht, das. durch vielfältige Maßnahmen mit Leben gefüllt wurde. Alle Aktivitäten des Frauenministeriums sind in der Gleichstellungsinitiative gebündelt Daran möchte ich festhalten und mich für bessere Erwerbschancen von Frauen engagieren, d.h.:

  • gegen prekäre Beschäftigung
  • für einen bundesweit einheitlichen Mindestlohn
  • für mehr Frauen in Führungspositionen
  • für bessere Erwerbschancen von Alleinerziehenden
  • für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Beruf und Pflege für Frauen und Männer
  • für stärkeres politisches Engagement von Frauen in Kommunen, mit dem Ziel, mehr Frauen für kommunale Mandate zu gewinnen. Von Kommunalpolitikerinnen erhoffe ich mir wesentliche Impulse für mehr Lebensqualität.

Ein sehr wichtiges Anliegen ist für mich, den Landesaktionsplan zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder weiterzuentwickeln, denn Gewalt gegen Frauen muss stärker gesellschaftlich und politisch thematisiert und geächtet werden – dafür mache ich mich stark!

Ein Wandel des Rollen- und Geschlechterverständnisses kann nicht top-down erfolgen. Es ist ein gesellschaftlicher Prozess, der aus der Mitte der Gesellschaft kommen muss. Gleichstellungspolitik gibt Denkanstöße, ermutigt zum Widerspruch und senkt die Toleranzschwelle gegenüber Diskriminierung. Daher ist die Zusammenarbeit mit Akteurinnen und Akteuren der Gleichstellungspolitik im Land Brandenburg für mich von zentraler Bedeutung. Ich sehe mich als Ansprechpartnerin für die Akteurinnen und Akteure in Politik, Gesellschaft, Interessenvertretungen, Vereine und Bürgerinnen und Bürger und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit – für ein starkes und geschlechtergerechtes Brandenburg. 

 

Sabine Hübner
Landesgleichstellungsbeauftragte

 

    Anschrift und Kontakt:

    Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg
    Sabine Hübner
    Heinrich-Mann-Allee 103
    14473 Potsdam

    Telefon: 0331 866-5100
    Fax: 0331 27548-5008
    E-Mail: Landesgleichstellungsbeauftragte@masf.brandenburg.de
    Internet: www.gleichstellung.brandenburg.de