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Die soziale Verantwortung von Unternehmen

In einer sozial marktwirtschaftlich ausgerichteten Gesellschaft stehen auch die Unternehmen in der Pflicht, sozial verantwortlich zu handeln. Zumal ausschließlich auf Profit und kurzfristige Rendite gerichtetes Wirtschaften mittel- und langfristig den Standort Deutschland schwächt. Wenn Managergehälter und Gewinne großer Unternehmen auf Rekordhöhe steigen, während sie gleichzeitig ihre Belegschaften massenweise entlassen, gefährdet das den sozialen Zusammenhalt.

Dem gegenüber stehen jene Unternehmerinnen und Unternehmer - insbesondere aus kleinen und mittleren Betrieben -, die mit Leidenschaft und Risiken etwas wagen, an ihre Ideen glauben, Tag und Nacht für ihre Firma da sind. Und die sich darüber hinaus in vielfältiger Weise für das Gemeinwohl engagieren. Sie sind die wahren Vorbilder; und Brandenburg hat Tausende von ihnen. Ihre soziale Verantwortung zeigt sich z. B. an ihrer Beteiligung am ‚Brandenburgischen Ausbildungskonsens‘. Sie geben jungen Leuten in ihren Betrieben Ausbildungschancen und damit eine Zukunft; und sie stärken somit den Wirtschaftsstandort Brandenburg. Eindrucksvoll dokumentiert sich auch das Engagement von weiblichen Unternehmerinnen alle zwei Jahre beim ‚Unternehmerinnen- und Gründerinnentag‘ und dem damit verbundenen Wettbewerb um den Titel ‚Unternehmerin des Landes Brandenburg‘.

Beispiele aus Brandenburg

Ausbildungskonsens
Die von der Landesregierung, den Kammern, der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e. V. (UVB), dem Deutschen Gewerkschaftsbund und der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit getragen Initiative steht dafür, dass in der Öffentlichkeit gemeinsam für betriebliche Berufsausbildung geworben wird. Alle ausbildungswilligen und -fähigen Schulabgängerinnen und Schulabgänger sollen ein Ausbildungsplatzangebot erhalten, alle Brandenburger Betriebe, die ausbilden könnten, sollen auch tatsächlich ausbilden.

"Unternehmerin des Landes Brandenburg 2007"
Mit dem alle zwei Jahre vom Land Brandenburg verliehene Preis werden herausragende, beispielgebende Leistungen von Unternehmerinnen gewürdigt. Es werden Frauen durch die Arbeitsministerin und den Wirtschaftsminister geehrt, die sich nicht nur für ihr Unternehmen, sondern  sich darüber hinaus in vielfältiger Weise  für das Gemeinwohl einsetzen.

Unternehmen: Partner der Jugend (UPJ) - "Runder Tisch Jugend und Wirtschaft" in Brandenburg
UPJ ist ein bundesweites Netzwerk von engagierten Unternehmen und regionalen Mittlerorganisationen. Schwerpunkt der Arbeit von UPJ in Brandenburg ist die Koordination des von Brandenburger Unternehmen getragenen Runden Tisches Jugend und Wirtschaft. Der Runde Tisch ist ein Praxisnetzwerk und eine Plattform engagierter Brandenburger Unternehmen unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Platzeck zur Verbesserung der Entwicklungsperspektiven junger Menschen in Brandenburg. UPJ Brandenburg wird durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport gefördert.

Sozialrabatt auf Energieleistungen
Die Art und Weise des Engagements von Unternehmen ist vielfältig und geht oft über die Unternehmensgrenzen hinaus. So gewährt E.ON edis seit Januar 2008 in seinem Netzgebiet in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wirtschaftlich nicht so leistungsfähigen Privatkunden einen Sozialrabatt. Die Gutschrift auf die Jahresverbrauchsrechnung beträgt 74,58 Euro brutto pro Jahr:

Die EKO Stahl GmbH – ein "Leuchtturmunternehmen" für Ostbrandenburg
Wie mit Hilfe der CSR-Aktivitäten eines Unternehmens Bürgerschaftliches Engagement umgesetzt wird, zeigt das Beispiel der brandenburgischen EKO Stahl, Eisenhüttenstadt. Das Unternehmen war zunächst der einzige und erste Ansprechpartner für die finanzielle Unterstützung von Vorhaben im sozialen, kulturellen und sportlichen Bereich in der Region. Durch eine Stiftung, die EKO Stahl im Jahr 2004 mit 2 Mio. Euro Startfinanzierung ausstattete, soll das Engagement auf eine breitere Basis gestellt und mittels Verknüpfung ökonomischer und sozialer Belange zu einer positiven regionalen Entwicklung beigetragen werden.
Download: Bürgerschaftliches Engagement zur Stabilisierung des Unternehmens EKO Stahl GmbH

Havelländische Zink-Druckguss GmbH & Co. KG, Premnitz
Die HZD Gmbh engagiert sich stark in allen Bereichen der Kinder- und Jugendarbeit, z.B. durch Schülerpatenschaften oder Projektwochen in Schulen. Darüber hinaus initiierte die HZD GmbH ein langjähriges Kunst- und Informationsprojekt zum Thema "Wasserlauf".

Großer Preis des Mittelstandes – Oskar-Patzelt-Stiftung
Die Oskar-Patzelt-Stiftung vergibt jährlich den "Großen Preis des Mittelstandes" für Unternehmen, die sich unter anderem für die Entwicklung ihrer Region einsetzen. Unter den Preisträgern 2007 sind zahlreiche Unternehmen aus dem Land Brandenburg wie z.B. die Ortrander Eisenhütte GmbH oder die Bäckerei Peter & Cornelia Dreißig in Guben.

Beispiele aus Deutschland

"Beschäftigung gestalten – Unternehmen zeigen Verantwortung"
Im Rahmen des Wettbewerbs des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) werden positive Beispiele unternehmerischen Engagements für Arbeit und Ausbildung und das Gemeinwesen ausgezeichnet.

Konferenz "Unternehmen in Verantwortung - Ein Gewinn für alle.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales plant im Jahr 2008 die Schaffung eines nationalen Multi-Stakeholder-Forums. Hierzu fand am 29./30. April 2008 eine erst Konferenz statt. Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft, der Sozialpartner, von Nichtregierungsorganisationen und der Wissenschaft sollen gemeinsam eine nationale Strategie und ein Arbeitsprogramm mit verbindlichen Zielsetzungen erarbeiten.

[http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Mittelstand/corporate-citizenship.html|-blank Datenbank des Mittelstands]
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bietet eine Datenbank an mit guten Beispielen, Hintergrundinformationen und praktischen Hinweisen zum bürgerschaftlichen / sozialen Engagement mittelständischer Unternehmen.

"Initiative Freiheit und Verantwortung"
Die Initiative der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft (BDI, BDA, DIHK, ZDH und WirtschaftsWoche) unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten fördert das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen.

Beispiele aus Europa

Junior Chamber Switzerland (JC / Schweizerische Junge Wirtschaftskammer) - JC-Award
Die Schweizerische Junge Wirtschaftskammer vergibt regelmäßig einen Preis für das "Bestes Programm/Projekt zur Entwicklung der Gemeinschaft". Auf den Internetseiten findet man darüber hinaus Beispiele vonAktivitäten gesellschaftlich engagierter Unternehmen in der Schweiz.

Schwab Foundation for Social Entrepreneurship ("Stiftung Schwab für soziales Unternehmertum")
Die Stiftung bietet eine weltweite Plattform für Unternehmen, die sich gesellschaftlich engagieren und vergibt jährlich nationale Preise für "Soziale Unternehmer des Jahres". Unter dem Menüpunkt "Social Entrepreneur Of The Year" finden Sie die Preisträger aus verschiedenen Ländern.

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